Samstag, 30. April 2016

Kapitel 9 Aquis Submersus

Inhaltsangabe

Johannes ist verletzt. Er hat einen Schuß in die Brust  bekommen und Diedrich gelangt zu ihm, gibt ihm seinen Lohn für das Bild. Der Junker war wohl nicht nach Kiel gereist, berichtet Diedrich, jedoch sah man von Katharina nichts mehr. Johannes wartet auf seine Genesung.

Der Maler bekommt einen Malauftrag und fragt seine Nachtbarn nach dem Junker von der Risch aus. Dieser wolle sich bald zur Ruhe setzen und hatte sich ein Weib genommen- jedoch nicht Katharina, sondern ein altes Fräulein aus der Nachbarschaft. Katharina wurde seit Neujahr nicht mehr gesehen. Johannes beteuert er sei die ganze Zeit krank gewesen und habe diese Zeit in Holland verbracht.

Er macht sich auf den Weg zum Stift in Preetz, jedoch wird er nicht zu der Dame vor gelassen. Als er auf Junker Wulf trifft teilt dieser ihm mit, dass er die Hunde auf ihn los lassen wird, sollte er sich auf den Hof trauen. Johannes begibt sich darauf hin nach Hamburg, um dort Nachforschungen vor zu nehmen.


Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus+


Interpretation

Das Schicksal nimmt nun seinen Lauf und es gibt keinen Weg mehr, den die Liebenden zueinander nehmen können. Katharina ist spurlos verschwunden und auch ihr Bruder gibt klar zu verstehen, dass er keinen Weg zurück auf den Hof dulden wird.

Dieser Abschnitt des Textes zeigt, wie aussichtslos und hoffnungslos die Lage der Liebenden ist und wie wenig Chancen sie haben zueinander zu kommen. Kaum ein Leser kann ahnen, dass die beiden noch einmal aufeinander treffen werden. 

Freitag, 29. April 2016

Kapitel 10 Aquis Submersus

Inhaltsangabe

Das erste Heft, in dem handschriftliche Aufzeichnungen des Malers Johannes festgehalten wurden, ist nun beendet. In dem ersten Bild erkennt der Erzähler den Gönner des Malers Herrn Gerhardus, doch was zeigt das zweite Bild und wer ist der Knabe?

Er schlägt das zweite Heft auf, auf dem der selbe Spruch steht, den man auch im Haus findet.

Das zweite Heft beginnt Anno 1666, Johannes kommt zur Stadt an der Nordsee und soll ein Bild malen. Er richtet sich in eine Wirkungsstätte ein, die man im Pesel einer Witwe findet. Hier malt er ein Bild und lässt dabei auch die Gesichtzüge des Herrn Gerhardus mit ein fließen. Irgendwann kann er nicht weiter malen, er sitzt auf dem Markt und beobachtet das Gedränge.

Der Küster der Kirche ruft Johannes zu sich, er sagt er käme aus dem Norden der Stadt. Sie brauchen dringend einen Maler in seiner Gemeinde. Johannes wartet dann auf seinen Bruder, bei der er in der Zeit lebt, dieser prognostiziert Johannes, der habe einen seltenen Kopf zu malen.

Schließlich begibt sich Johannes auf den Weg zu der Arbeitsstätte. Hier soller einen den Pastor malen. Er begegnet einem schönen vier Jahre alten Jungen, der der Sohn des Pastors ist. Johannes betrachtet die Bilder der vorherigen Pastoren und will auch die geschnitzte Maria sehen, von welcher ihm sein Bruder berichtete.

Im Gespräch ereifert sich der Pastor über die Holländer.

Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus


Interpretation

Die Geschichte macht nun einen zeitlichen Sprung. Der Maler ist zu seinem Bruder gegangen, man könnte annehmen, dass sich dieser in Storms Heimatstadt Husum befindet. Hier spannt der Autor den Bogen kunstvoll zu der Kirchengemeinde hin, in der sich der Erzähler I bereits schon auf der Pastor Koppel bewegt hat. Diesen Erzähler I lässt Storm nun auch zu Wort kommen, denn er lässt diesen das zweite Heft aufschlagen.

Dies hat gleich zwei Bedeutungen: Die erste ist, dass Storm eine deutliche Trennung zwischen dem ersten Teil der Binnenhandlung und dem Zweiten vornimmt. Er lässt die Zeit im Hof klar abgegrenzt sein von der Zeit in der Gemeinde, um deutlich zu machen, wie groß das Schicksal ist, dass die beiden Liebenden wieder zusammen geführt hat.

Die nächste Begründung für die Teilung in zwei Teile durch die Hefte ist, dass Storm sehr gerne mit Rahmen und Doppelrahmen arbeitet, wenn er Novellen verfasst. Das sieht man auch sehr klar daran wie er den Schimmelreiter aufgebaut hat. 

Donnerstag, 28. April 2016

Kapitel 11 Aquis Submersus

Inhalt

Johannes malt nund den Pastor, jedoch bleibt er immer im offiziellen Bereich des Hauses und wird nie in die Wohnung gelassen. Der Junge besucht ihn immer wieder bei seiner Arbeit und ihm fällt das Besondere in den Augen des Jungen auf. Auffällig ist, dass niemand die Frau des Pastors kennt, das erzählt ihm die Magd. Er malt weiter den Lazerus, wie es ihm aufgetragen wurde. Je genauer er sich den Jungen ansieht, desto klarer wird ihm, dass es Katharinas Augen sind, die er in dem Knaben sieht.

Der Bruder und er sehen später die Gesellschaft an, die von einer Hochzeit nach Hause kommen. Die Leute wollen eine Hexe brennen sehen.

Der Maler kehrt zum Pfarrhaus zurück und wandert suchend durch den Garten. Er will dort den Jungen finden und sieht den Jungen des Hauses, der auch Johannes heißt, umher laufen. Er hört auch eine holde hohe Stimme.

Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus



Interpretation

In diesem Teil kündigt sich bereits die Katastrophe an. Johannes ist dahinter gekommen, dass es sich bei dem Knaben um den Sohn seiner Angebeteten handeln könnte. Auch wenn es sehr absurd ist, dass man ausgerechnet hier auf seinen Sohn trifft, scheint es das Schicksal zu sein.

Bei diesem Textabschnitt handelt es sich um ein letztes beruhigendes Element, welches Storm nutzt um noch einmal die Spannung zu steigern. Erst in den nächsten Zeilen wird Johannes auf Katharina treffen und die Auflösung der gesamten Zusammenhänge erfolgt.

Quelle
http://gutenberg.spiegel.de/buch/aquis-submersus-3489/11

Mittwoch, 27. April 2016

Kapitel 12 Aquis Submersus

Inhalt

Im Garten erblickt Johannes Katharina und erkennt im kleinen Johannes sein Kind. Der Priester hat sein hohes Amt durch seine Hochzeit mit ihr bekommen und so erhielt das Kind den ehelichen Namen. Sie hatte durch diese Möglichkeit Glück im Unglück.

Katharina und Johannes verspüren sofort wieder die alten Gefühle füreinander, küssen sich und kommen sich näher, als der Pastor die Szenerie betritt. Er wird rasend vor Wut und seine Frau beichtet alles, was geschehen ist. Sie und der Pastor ertränken schließlich das Kind in dem Teich.

Johannes will die Leiche seines Kindes sehen.


Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus


Interpretation

Nun hat das Unglück seinen Lauf genommen und das Kind ist tot. Es ist nun offenkundig, dass Johannes Sohn durch seinen Vater im See ertränkt wurde und das die Inschrift im Bild somit zurecht die bereits vermutete Bedeutung hat. In diesem und im letzten Teil wird noch einmal deutlich wie sich die Fäden der Katastrophe entspinnen und das Unglück sich seinen Lauf genommen hat.  

Dienstag, 26. April 2016

Kapitel 13 Aquis Submersus

Inhalt

Johannes besucht seinen toten Sohn und beginnt zu malen. Katharina kommt im schwarzen Trauerkleid  und schreibt in die Ecke des Bildes die Buchstaben

C. P. A. S. hinein. Diese Buchstaben bedeuten

Ertrunken durch die Schuld des Vaters.

Auch der Pastor kommt herein und weint bittere Tränen. Doch Johannes lässt dann den Pastor und seinen toten Sohn zurück. Ebenso lässt er Katharina dort.

Die Handschrift endet mit diesen Erzählungen und enthält noch den Satz" Der Maler wurde nie berühmt, jedoch fand das Lazerusbild in der Chronik Erwähnung.


Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus


Interpretation

Im letzten Schritt schließt Storm den Rahmen wieder und umschließt so die Binnenhandlung. Er lässt die Aufzeichnungen des Malers enden und wir erfahren auch nicht mehr über sein weiteres Leben. Storm lässt uns nur wissen, dass aus Johannes kein berühmter Maler wurde. Das zeigt, dass die Figur eigentlich nur für Geschichte wichtig war und sein Lebensweg ansonsten egal ist.

Hiermit endet die Novelle vom Jungen, der durch die Schuld seines eigenen Vaters ertrunken ist. 

Montag, 25. April 2016

Über Aquis submersus

Storm schrieb die Novelle Aquis Submersus früher als den Schimmelreiter. Er brachte die Erzählung zunächst in einer Zeitschrift heraus, in der deutschen Rundschau. Sie erschien 1876. Später erschien die Novelle in veränderter Form als eigenständiges Buch. Dies war 1877 der Fall. 

Die Novelle stammt aus der Feder von Theodor Storm, der für seine Novellen mit einem heimatlichen Bezug bekannt war. Die Entstehung und Veröffentlichungszeit der Novelle fällt in die Epoche des Realismus, wofür es auch zahlreiche Hinweise gibt. Zwar sind die Erzählperspektiven der Binnenhandlung und der Rahmenhandlung beide in der Ich Perspektive angesiedelt, dennoch kann man die Novelle dem Realismus zurechnen: Die Handlung wird so objektiv dargestellt wie es nur möglich ist und die damalige Zeit mit all ihren Schwierigkeiten und politischen Unwegbarkeiten wird in der Novelle aufgegriffen. Trotz des hochemotionalen Inhalts der Novelle beschränkt sich Storm auf eine Darstellung, welche im Rahmen bleibt und somit auch als realistisch bezeichnet werden kann. 

Storms aufwändige und komplizierte Rahmenkonstruktion erlangt große Aufmerksamkeit. Diese Rahmenkonstruktionen für die Novellen wendete er häufiger an, sie ist auch im Schimmelreiter zu finden: Genau wie im Schimmelreiter schafft es Storm auch bei Aquis submerus eine Verbindung zwischen der Binnenhandlung und der Rahmenhandlung her zu stellen, indem er beide Handlungsteile an einem gemeinsamen Ort stattfinden lässt.  Bei Aquis submersus ist es die Koppel bei dem Pfarrhaus in dem Dorf nahe der Stadt, welche man als Husum sehen kann. Beim Schimmelreiter ist es der Dorfkrug, in dem der Ich Erzähler I einkehrt und die Geschichte des Deichgrafen durch den Schulmeister erzählt bekommt.

Sonntag, 24. April 2016

Quellen für die Beiträge zu Aquis Submersus


https://de.wikipedia.org/wiki/Aquis_submersus
http://www.grin.com/de/e-book/105858/storm-theodor-aquis-submersus-interpretation-der-novelle-mit-bezugnahme
https://books.google.de/books?id=0X2oCrzQyKkC&pg=PA163&lpg=PA163&dq=aquis+submersus+interpretation&source=bl&ots=UoNdpRBjst&sig=3JtrjNpEoM8KOBGkIIiwhI4OyGc&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiI9OrioMPMAhWNDBoKHSfXBwwQ6AEIUTAH#v=onepage&q=aquis%20submersus%20interpretation&f=false

Samstag, 23. April 2016

Aquis submersus Personenkonstellation

In Aquis submersus handeln die Personen auf verschiedenen Ebenen. Man muss unterscheiden ob die Personen in Aquis submersus der Rahmenhandlung angehören oder ob sie zu der Binnenhandlung zu rechnen sind. 

Die Verbindung  zwischen der Rahmenhandlung und der Binnenhandlung ist die Aufzeichnung durch den ich Erzähler Johannes. Dieser steht mit den anderen in den Aufzeichnungen vorkommenden Personen in Verbindung.

Die innigste Verbindung hat er außer zu Katharina noch zu dem Gönner Herr Gerhardus, welcher jedoch in der Geschichte nicht handelt, sondern bereits tot ist. 

Ansonsten sieht sich Johannes bei den Bewohnern und Freunden des Hauses viel mit viel Feindschaft konfrontiert. Er hat nicht nur die beiden Junker gegen sich, sondern auch die Anstandsdame, die ja auf Katharinas Tugenhaftigkeit aufpassen soll. Diese mag nämlich Katharinas Ehemann in Spe sehr und hat auch ein wachsames Auge auf Katharina. 


Freitag, 22. April 2016

Charakteristik Der Maler Johannes Aquis Submersus

Der Ich Erzähler  Johannes hat mehrere Begegnungen mit der Tochter seines Gönners.

1. Treffen
In diesem Alter war sie noch ein Kind von grade einmal neun Jahren alt. Sie war ein Dirnlein und hatte braune Zöpfe. Sie spielten miteinander und waren freundschaftlich miteinander verbunden.

Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus

2. Treffen
Beim zweiten Treffen war sie schon fast eine Jungfer, da sie inzwischen schon deutlich herangewachsen war. Sie hatte auch eine Anstandsdame bei sich, die Urs Basel, die darauf achten soll, dass kein Mann mit ihr zu viel Nähe aufbaut. Die junge Dame war sich aber ihrer Anziehungskraft schon bewußt, da sie sehr offenkundig mit dem Maler Johannes flirtet. Sie hat auch einen treuen Fan in dessen Widersacher, der Junker Kurt von der Risch hat ebenfalls Interesse an der Schönen.

Als Johannes sich nach dem Treffen auf macht in Richtung Amsterdam fällt ihm auf, dass die Schöne ihn an die griechische Helene erinnert.

Johannes hat keine adelige Stellung und ist sich dessen auch bewusst. Ihm ist klar, dass seine fehlende gesellschaftliche Stellung seinem Liebesglück mit Katharina im Weg steht, auch wenn er schon sehr lange Gefühle für sie hegt.

Er malt sie und in diesem Bild ist klar erkennbar, dass er deutliche Gefühle für sie hat. Dies fällt auch der Anstandsdame - Bas Ursel, sofort auf. Johannes ist von Anfang an sehr erschrocken darüber, dass sie verlobt ist, jedoch kann er dies nicht ändern. Die gesellschaftlichen Bedingungen zwingen ihn dazu sich zurück zu ziehen.

Johannes ist ein Mann, der sich nicht alles gefallen lässt. So weißt er Junker Wulf darauf hin, dass dessen Hunde unerzogen sind, als er sich zum ersten Mal nach langer Zeit wieder auf dem Hof einfindet. Auch wenn dies kein Gefallen bei Junker Wulf auslöst lässt sich Johannes davon nicht einschüchtern.

Für Katharina ist er bereit erhebliche Risiken einzugehen. Ihm ist klar, dass das Überbringen der Botschaft an die Katharinas Verwandte in Preetz einem Verrat gleich kommt. Auch wenn sein Vertraute, der alte Diedrich, ihn vor den Junkern und deren Aggressivität warnt, lässt sich Johannes davon nicht einschüchtern. Die Liebe zu Katharina ist Johannes sogar so wichtig, dass er noch einmal um ihre Hand anhält, nachdem es zur Aufdeckung seines Botenganges kam. Ihm schien in diesem Moment schon bewusst gewesen zu sein  in welcher brisanten Lage sich Katharina befindet.

Er hat aber keinen Sinn für die harte Realität, so erträumt er sich trotz der Umstände eine rosige Zukunft mit Katharina in Holland, obwohl ihm klar sein dürfte, dass dies fast aussichtslos ist. Als er erfährt, dass seine Geliebte fort ist, ist Johannes außer sich. Er kann jedoch nichts dagegen unternehmen und findet auch keine Helfer, die ihm in dieser Situation einen Ausweg ermöglichen.

Das Johannes ein Mann mit Intuition ist, das merkt man daran, dass er seinen Sohn, der ihm gegenüber steht, sofort als das Kind von Katharina erkennt. Er erkennt es an Hand von dessen Augen und  zieht sofort die korrekten Schlüsse, obwohl es sich hierbei ja um das unwahrscheinlichste Ereignis was nur denkbar ist handelt.

Donnerstag, 21. April 2016

Beschreibung von Katharina aus Aquis Submersus

Katharina ist die schöne Schwester von Junker Wulf und eine Freundin von Johnannes. Die beiden kennen sich bereits von Kindheit an. Bereits der erste Abschied von Katharina und Johannes fällt ihr schwer, denn sie ist traurig, als Johannes aufbricht um in Holland eine Ausbildung zu amchen.

Sie hat braune Locken und trägt eine Haube. Ihr junger Körper ist voller Wiedersehensfreude, als sie Johannes wieder sieht, was zeigt wie wichtig er ihr ist.

Sie hat  die Stirn vom Vater geerbt und den Liebreiz also ihre Schönheit von der Mutter. Sie bittet Johannes um Hilfe, da sie sich von ihrem Bruder Junker Wulf bedrängt fühlt.

Katharina ist dem Aberglauben zu getan. So hält sie es für möglich, dass die Verwandte immer wieder dann erscheint, wenn der Familie Unglück droht.

Die Liebe zwischen Katharina und Johannes ist ungebrochen, auch nach dem sie ganze fünf Jahre getrennt waren ist ein Wiedersehen sofort wieder mit den selben Emotionen verbunden, die auch bei Johannes Fortgehen vorhanden waren. 

Mittwoch, 20. April 2016

Der alte Diedrich Beschreibung Aquis submersus

Der alte Diedrich ist ein Mitbewohner auf dem Hof von Junker Wulf und Katharina. Er ist auch ein enger Vertrauter von Johannes und charakterisiert und beschreibt die dort lebenden Figuren und Personen sehr genau. Er ist ein alter Mann, als Johannes das letzte Mal auf den Hof gelangt.

Er ist es auch, der Johannes die Todesnachricht überbringt und der Johannes begrüßt. Er reflektiert die Personen und Ereignisse sehr klar, jedoch bekundet er sei selbst ein höriger Mann. Auch den niedrigen Stand von Johannes bedauert er sehr.

Der alte Diedrich fragt Johannes nach den Junkern und hat dann bereits eine Ahnung, das böse Dinge bevor stehen. Er bittet Johannes ihm zu vertrauen und vorsichtig zu sein. So ist der alte Diedrich Johannes gegenüber auch immer loyal und offen, er ist ein enger Vertrauter und eine vertrauenswürdige Person. 

Dienstag, 19. April 2016

Charakteristik Der Ich Erzähler Johannes Aquis submersus

Der Ich Erzähler eröffnet das Werk Aquis Submersus mit einigen Informationen über sich selbst. Er gibt bekannt, dass er selbst in dem Dorf gelebt hat, in welchem sich der Schluss der Binnenhandlung abspielt und verkündet, dass er mit dem Sohn des Pastors in Freundschaft verbunden war. Er erklärt, dass sie auf der Koppel, auf welcher der Junge aus dem Bild später ertrinkt, regelmäßig gespielt haben.

Bereits in jungen Jahren hat ihn das Bild des ertrunkenen Jungen an der Wand der Kirche interessiert. Er hat sich für die Rätsel hinter den Buchstaben C.P.A.P interessiert und wollte darüber Auskünfte erlangen.

Der Erzähler besucht schließlich die Universität und kommt erst dann wieder in sein Dorf zurück, als er eine Unterkunft für jemand sucht.

Daraus kann man schließen, dass er
  • neugierig ist
  • gebildet
  • weit gereist
  • wenig heimatverbunden ist
Über den Ich Erzähler kann man noch berichten, dass dieser von Storm nur dazu geschaffen wurde die Binnenhandlung ablaufen zu lassen. Storm lässt es sich jedoch nicht nehmen eine kunstvolle Verbindung zwischen Johannes, dem Kunstmaler und dem namenlosen Ich Erzähler der Rahmenhandlung zu schaffen. Dies gelingt ihm, indem er die Handlungen auf der Koppel des Pfarrhauses ablaufen lässt. Hier spielt sich nicht nur der dramatische Tod des kleines Johannes ab, sondern der Ich Erzähler der Rahmenhandlung verbringt hier auch einen guten Teil seiner Kindheit, spielend und mit dem Sohn des Pastors.  Dieser Umstand beinhaltet auch eine gewisse Ironie.

Montag, 18. April 2016

Junker Wulf Aquis submersus

Junker Wulf ist der Sohn des Herrn Gerhadus und der neue Hausherr nach dessen Tod. Er hat nun nicht nur das Sagen über den gesamten Hof, sondern auch über seine Schwester, die er mit seinem Freund Junker von der Risch vermählen will.

Zu Johannes hat der Junker Wulf keine gute Verbindung, er macht sich über den Maler und dessen Kleidung lustig, auch fragt er ironisch ob er diesen nun mit "Sieur" anreden müssen. Das ist auch eine Anspielung auf dessen niedrigen Stand.

Er hat eine drohende und aggressive Grundhaltung, was man auch an seinen wilden und unerzogenen Hunden sieht. Diese drohende Haltung zeigt sich auch verbal, er lässt keinen Zweifel daran jeden Menschen aus den Weg räumen zu wollen, der ihm im Wege steht. Er sagt den "heztt er in den des Teufels Rachen".

Als Junker Wulf vom Versuch Katharinas erfährt ist er außer sich und scheut sich auch nicht vor mehrfacher Gewalt an Johannes.



Sonntag, 17. April 2016

Aquis submersus Urs Basel Charakteristik

Die Anstandsdame des Hauses hat die Aufgabe auf Katharina auf zu passen. Sie hat ein strenges Auge auf die ihr angetraute junge Frau. Sie ist in der klassischen Tracht der Kindermädchen. In schwarz gekleidet mit einer Krepphaube als Kopfbedeckung ist sie eher eine unscheinbare Erscheinung: Dieser Eindruck wird noch verstärkt durch ihre schwindende Gestalt. Sie ist schon eine alte Dame und scheint keine große, stattliche Statur zu haben, sondern eher gebrechlich. Sie geht am Stock.


Sie hat ein feines Gespür, denn sie merkt sofort, dass Johannes Gefühle für Katharina nicht freundschaftlicher Natur sind. Sie sieht das sofort daran, dass Katharinas Blick auf dem Bild besonders liebevoll ausgesehen hat. Doch anstatt den Liebenden ihr Glück zu gönnen holt sie Katharina gleich weg.

Urs Basel ist gebildet, sie spricht französisch und hat auch ansonsten eine gute Ausdrucksweise.
Sie findet, dass Junker von der Risch ein guter Typ ist, sie mag ihn sehr.  Dennoch hat sie auch für Johannes positive Empfindungen, als man die Hunde auf ihn hetzen will setzt sie sich für ihn ein.

Trotz ihrer unaufälligen Aussehen sorgt sie für gute Laune bei Tisch, denn sie eine sehr gesprächige Person.

Freitag, 15. April 2016

Charakteristik Herr Gerhardus Aquis submersus

Gerhardus ist der alte Gönner und Schirmherr von Johannes. Er kennt Johannes schon von Kindertagen an und Johannes macht sich auf den gefährlichen und beschwerlichen Weg zu ihm. Die Kriegstage und die umherlaufenden gefährlichen Menschen machen diesen Weg sehr schwer und riskant. 

Als Johannes auf dem Hof eintrifft stellt er fest, dass sein Gönner Herr Gerhardus tot in der Kapelle aufgebarrt ist. Das dieser ein Mann mit Einfluss gewesen ist merkt man daran, dass die Beerdigung viele Besucher anzieht.

Donnerstag, 14. April 2016

Junker von der Risch Charakterisierung Aquis submersus

Junker von der Risch hat bereits Menschen viel Leid angetan. Man erfährt, dass er in Kiel bereits Leute erschossen habe und noch dazu einen Hang zu Waffen hat. Er sammelt diese.  Zudem berichtet der alte Diedrich über ihn, dass er Spaß daran hätte Menschen zu demütigen, so hätte er einen Mann im Unterhemd durch die Straßen geschickt, um dort zu geigen.

In der gesamten Novelle zeigt sich wie unfreundlich und untugendhaft Junker von der Risch ist. Er schreit den Wirt an und hat auch Kontakt zu Dirnen. Hier wird er sogar von seinem Freund und fast Schwager Junker Wulf ermahnt. Beide machen sich im Wirtshaus zunächst einen Spaß daraus den Kunstmaler Johannes zu verhöhnen und ihn dann zu bedrohen, nachdem heraus kommt, dass Johannes Botengänge macht.

Von der Risch scheint zu Katharina jedoch keine tiefen, romantischen Gefühle zu haben. Er wendet sich ohne Probleme einer anderen Frau zu nachdem seine ursprüngliche Braut Katharina von der Bildfläche verschwindet.

Storm lässt in von der Risch  jenen Teil der Bevölkerung erscheinen, den er auch in seinem persönlichen und realen Leben scharf kritisiert. 

Donnerstag, 7. April 2016

Kapitel 2 Aquis Submersus

Inhalt

Es ist 1667 ein Sonntag Cantate auf Hostenbad. Der Ich Erzähler II, in der Person des Malers Johannes, will seinen Protektor Herrn Gerhardius treffen. Dieser hatte in Jena Jura studiert und wurde dann der Berater. Er war ein Schüler von der Helbst.

Als der Krieg kam und wieder ging hinterlies der Krieg viele Spuren ( Anmerk. es handelt sich hierbei um den 30 jährigen Krieg ) und der Erzähler will die Spuren des Krieges belegten. Er nimmt die gefährliche Reise in Kauf um seinen Gönner wieder zu sehen. Gefahren lauern über all, da Diebe und Räuber umher ziehen, ebenso wie Wegelagerer und Soldaten, die nun ohne Beschäftigung sind. Er betont, dass sein Herr ihm immer loyal gesinnt war es jedoch mit der Holstentreue nicht sehr genau nahm, Er hatte doch freundliche Bekanntschaft mit dem schwedischen Offizier gehalten.

Auf dem Landgut angekommen trifft Johannes Katharina wieder, diese kennt er noch als kleines Mädchen von neun Jahren. Er erzählt, dass der Junker Wolf um sie warb, doch sie lacht über ihn.
Beim letzten Heimaturlaub bei dem Herrn Gerhardus war sie schon fast eine Jungfrau, jedoch hatte eine Anstandsdame, die Bas Ursel immer über sie gewacht.

Seinen alten Feind Junker Kurt begegnen sie auch wieder. Dieser möchte Katarina für sich gewinnen. Bas Ursel findet Gefallen am Junker Kurt und dessen Auftreten. Katarina flirtet ein wenig mit ihm, jedoch ohne Folgen. Er soll bald aufbrechen und sich auf eine Reise machen diese soll in Richtung Amsterdam gehen.

Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus

Interpretation

In den Unterlagen, welche der Ich Erzähler I findet erzählt nun wiederum Johannes von seinen Erlebnissen. Dieser nimmt wieder eine Rückblende vor, indem er die Zeit erzählt, als er den Abschied von seinem Gönner und Mentor vornahm und sich aufmachte in Richtung Amsterdam. Man kann auch sehr deutlich sehen, dass sich hier bereits eine romantische Verbindung zwischen Katharina und dem Maler aufbaut.

Der Erzähler schildert außerdem sehr deutlich wie schlimm die Zustände in der damaligen Zeit waren und wie viel er auf sich nimmt, um seinen Mentor wieder zu treffen. Die Nachkriegzeit scheint von den umherziehenden Söldnern geprägt worden zu sein, die überall auf neue Opfer lauerten. Wege zurück zu legen war somit nicht nur beschwerlich, sondern auch noch gefährlich.


Quelle
http://gutenberg.spiegel.de/buch/aquis-submersus-3489/2

Montag, 4. April 2016

Kapitel 5 Aquis Submersus

Inhaltsangabe

Katharina kommt aus dem Zimmer des Herrn Gerhardus hinein, Johannes hat die Leinwand schon vorbereitet. Katharina ist verzweifelt, weil sie verheiratet werden soll, ihr Bruder will das so. Sie hasst ihren künfigen Ehemann jedoch. Johannes schlägt vor, dass sie bei ihrer Verwandten um Schutz ersuchen soll. Da Johannes sich nach Hamburg begeben will könnte er einen Umweg über Preetz machen und eine Nachricht überbringen.

Nach diesem Gespräch geht alles wieder seinen normalen Gang und er malt sie mehrer Tage lang unbehelligt.

Junker Kurt besucht sie eines Tages beim zeichnen, Katharina aber lehnt seine Annährungen angewiedert ab. Die Zeit vergeht, man merkt, dass Johannes und Katharina diese lieber still stehen liesen. Sie übergibt ihm den geheimen Brief an die Base, als er beim Zeichnen seines Bildes schon in den letzten Zügen liegt. In all dieser Zeit fühlt er sich von dem Gemähde der Frau beobachtet.

Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus

Kathrina kann zu der Frau einiges erzählen, diese soll ihr eigenes Kind verflucht haben, welches schließlich ertrunken sei. Noch heute sollen dort Schachtelhalm und Binsen dort aus dem Boden wachsen.  Immer wenn einem Mitglied der Familie leid droht, soll sie sich zeigen. Die Frau hätte ihr Kind verflucht, da sie nicht den Vetter der Mutter heiraten wollte und jemanden anderes liebt. Dieser hätte aber auf Grund von Standesunterschieden nicht ihr Mann werden können.

Als Bas´Ursel sieht wie Johannes Katharina auf dem Bild dargestellt hat, erkennt sie, dass die beiden sich gefühlsmäßig aneinander angenähert haben. Johannes leugnet dies aber, er schiebt dies auf die Notwendigkeiten der Kunst. Die Base holt Katharina dort weg, da sie findet Johannes kann auch ohne sie weiter malen.

Interpretation

Storm nimmt durch die Geschichte der Frau auf dem Gemälde einen Kunstgriff vor. Er nimmt die tragische Geschichte von Aquis submersus voraus und lässt diese durch Katharina erzählen. Tragischerweise scheint man als Leser bereits zu erahnen, dass sich genau das Gleiche für diese Generation von Liebenden zu wiederholen scheint.

In diesem Abschnitt wird immer deutlicher, dass Katharina und Johannes eigentlich füreinander bestimmt wären, dass diese Liebenden jedoch auf Grund der Gesellschaft nicht zusammen kommen können.

Auch hier sind es wieder Gemälde die eine zentrale Rolle in der Erzählung spielt und die Storm helfen Randgeschichten in die Geschichte mit ein zu binden. So entsteht eine komplexe und düstere Geschichte voller Spiegelungen und Vorausschauen und mit vielen interessanten Teilaspekten.