Montag, 9. Mai 2016

Aquis submersus alles Wichtige auf einem Blick

Inhaltsangabe


In der Novelle Aquis submersus erzählt der Erzähler der Rahmenhandlung die Geschichte des Malers Johannes, welche er anhand von dessen Tagebuch Aufzeichnungen nachvollzieht. Beide Männer verbindet, dass sie sich auf der Koppel eines Pfarrhauses befunden haben, jedoch ist der Ich Erzähler der Rahmenhandlung viel später dort. Dieser spielt dort immer mit dem Sohn des Pastors.

Der Ich Erzähler ist fasziniert von einem Bild, welches sich in der Kirche befindet wo er häufig zu Gast ist. Auf dem Bild sieht man einen toten Jungen und das Bild trägt die Inschrift CPAS. Erst viel später, nachdem er ein Studium absolviert hat und wieder in seinen Heimatort zurück kehrt, kommt er dahinter was es mit dem geheimnisvollen Bild auf sich hatte.

Diese Umständen werden von der Binnenhandlung besprochen. Diese behandelt den Kunstmaler Johannes, der 1661 zu seinem alten Gönner Gehardus aufbricht. Dies ist kein leichtes Vorhaben, da die Reise noch gefährlich ist. Denn die Welt ist von den Spuren des Krieges gezeichnet und er ist darum sehr gefährdet überfallen zu werden.

 Als Johannes auf dem Hof eintrifft wird er von seinem Vertrauten, dem alten Diedrich in Empfang genommen. Dieser überbringt ihm die Nachricht, dass sein alter Gönner Gerhardus gestorben ist.  Johannes trifft auf die Kinder seines Gönners, Junker Wulf und dessen Schwester Katharina. Während letztere ihn freudig empfängt gibt Junker Wulf klar zu verstehen, dass er nun der neue Hausherr ist und fordert Johannes auf für die Ahnengalerie ein Bild von Katharina zu malen. Diese soll die Familie verlassen und heiraten.

Johannes macht wie ihm befohlen und die liebevollen Gefühle, die er zu Katharina hat und umgekehrt lassen sich nicht verbergen. Sie soll aber einen Mann heiraten, der den höheren Stand inne hat, den Freund von Junker Wulf und den alten Feind von Johannes Junker von der Risch.

Katharina möchte nicht heiraten, so bittet sie Johannes ihrer Verwandten eine Nachricht zu überbringen, in der sie diese um Hilfe ersucht. Da Johannes einen Rahmen für das zu malende Bild in Hamburg kaufen will, macht er einen Umweg über Preetz. Dies kommt aber heraus. Johannes findet noch einmal den Mut bei Junker Wulf um Katharinas Hand an zu halten, obwohl dieser sehr agressiv ist.

Johannes wird schwer verletzt und als er wieder zu sich kommt ist Katharina verschwunden. Sein Kummer darüber ist grenzenlos und er beginnt nach einer Suche nach ihr sich wieder dem normalen Leben zu widmen. Ihn zieht es zu seinen Bruder, wo er den Auftrag bekommt ein Lazerus Bild zu malen. Dies soll er für den Pastor einer naheliegenden Gemeinde anfertigen.

Er begibt sich dort hin und lernt den Pastor und dessen Sohn kennen, welcher ebenfalls Johannes heißt. Erschrocken muss Johannes feststellen, dass es sich bei dem Jungen um seinen gemeinsamen Sohn mit Katharina handelt. Als die beiden Liebenden wieder aufeinander treffen passen sie nicht auf und Johannes, der Sohn, ertrinkt auf der Pfarrerskoppel.

Der Pastor ist außer sich und lässt Johannes das Bild malen und dies mit CPAS versehen. So deckt sich die Geschichte nach und nach auf.


Interpretation

Die Novelle ist eindeutig als Novelle zu identifizieren. Die Geschichte hat eine Einbettung in eine Rahmenhandlung, wie dies ganz typischerweise bei Novellen der Fall ist. Dieser Rahmen wird durch den ersten Ich Erzähler gebildet, der sich die Aufzeichnungen des Malers Johannes durchliest. Diese Aufzeichnungen können so auch größere zeitliche Sprünge enthalten. Die Aufzeichnungen sind in zwei Teile gegliedert, die jeweils in verschiedenen Büchern stehen. Die Binnenhandlung wird also durchbrochen, indem der Ich Erzähler das erste Buch beendet und mit dem zweiten Buch beginnt. Dies ist der Fall um mehr Spannung zu erzeugen und auch um den großen Zeitsprung elegant bewerkstelligen zu können.

Aquis Submersus hat auch noch ein ungewöhnliches und außerordentliches Ereignis, welches ja laut Goethe ein Indiz für eine Novelle ist. Dabei handelt es sich um das Ertrinken des Sohnes. Zudem existiert ein Dingsymbol, dies kann man im Bild sehen, welches der Maler anfertigt, bzw. in mehreren Bildern.

Die Sprache in der Erzählung ist selbst für damalige Zeiten altertümlich. Storm empfindet in seinen Aufzeichnungen des Johannes die Sprechweise und Schreibweise der  Zeit nach, in welcher Johannes lebt. Dies ist im Zeitraum um 1661 der Fall. So verwendet er auch Begriffe, die man zu Storms Lebzeiten schon als veraltet empfand. Begriffe wie Junker oder vergleichbare Begriffe sind kaum  in Werken von Storm zu finden. Auffällig ist außerdem, dass jeder der Personen seine eigene Sprache hat und eine eigene Sprachmelodie hat.






























Sonntag, 8. Mai 2016

Kapitel 1 Aquis Submersus

Inhalt 

Man findet sich in einem vernachlässigten Schlossgarten eines herzoglichen Schlosses wieder. Hier trifft man sich auf einem Berg mit Sicht auf die Marsch und das Meer. Im Norden ist ein Kirchturm in der Ferne auszumachen.

Ein Pastorsohn, der die Gelehrtenschule in der Heimatstadt des Ich Erzählers besucht ist der Freund des Erzählers. Er ist der einzige Sohn des Pastors und sie spielen häufiger gemeinsam auf der Koppel des Pfarrhauses, welche auch Priesterkoppel genannt wird. Man beschreibt die Natur sehr genau.

Bereits früh ist der Ich Erzähler vom Inneren der Kirche fasziniert, hier findet er ein Bild vor, bei dem es sich um die Abbildung eines toten Jungen handelt, der auf dem Arm seines Vaters liegt. Der Ich Erzähler ist voll Mitleid und erfüllt von dem grausigen Anblick. Der Junge soll auf der Priesterkoppel, auf welcher sie so gerne spielen, ums Leben gekommen sein.  Der Ich Erzähler durchdenkt die Historie des Pfarrhauses.

Hilfe nötig? Hier gibt es einen Lektüreschlüssel
Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus  


Unter dem Bild des ungefähr fünf Jahre alten Jungen stehen die Buchstaben C.P.A.S. ihm ist dabei klar, dass es sich um lateinische Abkürzungen handeln muss. Aquis submersus steht hierbei für ertrunken, was wörtlich so viel wie im Wasser versunken bedeutet.
 Über die Abkürzung C.P. ist jedoch nichts überliefert. Man vermutet es handle sich um Culpa Patris, durch die Schuld des Vaters. Doch der Pfarrer möchte seine Amtsstube nicht durch solche Dinge beschmutzt sehen.

So vergehen die Jahre, der Pastor und seine Frau sterben, die Jungen wachsen heran und besuchen die Universität. Der Erzähler verlässt das Dorf und bleibt ihm auch fern. Er wohnt jetzt in der Vaterstadt. Eines fernen Tages begibt er sich aber dahinter und findet den Spruch " Gleich so wie Rauch und Staub verschwindet, also sind auch die Menschenkinder",diesen hatte er zuvor noch nie gesehen. Er war auf der Suche nach einem Quartier für jemanden und so trat er in ein Haus. Er wurde herumgeführt. Jenes Haus stand sehr lange leer, man einigte sich schließlich mit dem Preis.

Der Blick des Erzählers fällt auf ein Bildnis von einem Herren, der einen blassen Jungen im Arm hat. Dieser hält eine Wasserlilie in der Hand. Er fragt den Hausherren woher das Bild stammt und dieser meint es komme von der Mutterschwester Urgroßonkel des Vermieters der hier vor ungefähr 100 Jahren gelebt hat. Er zeigt dem Erzähler noch die Papiere

Interpretationsansätze

Hierbei handelt es sich um einen Rahmen für die Erzählung. Storm greift den Ort der Priesterkoppel aus dem Leben des ersten Erzählers auf und beginnt diesen mit dem Inhalt der Papiere, welche er jetzt lesen wird in den kommenden Kapiteln, zu verbinden. So stellt er zwischen den unabhängig voneinander existierenden Personen des Erzähler I und den Personen der Binnenhandlung eine Verbindung her. Denn schließlich verbindet beide die Priesterkoppel, wenn auch mit anderen Endergebnissen und Erlebnissen.

Der Ich  Erzähler der Rahmenhandlung hat in diesem Fall die Funktion die Binnenhandlung vorzubereiten und später das Erzählen an den Erzähler der Binnenhandlung, den Maler Johannes weiter zu geben. In dem ersten Abschnitt der Erzählung lernen wir den Ich Erzähler kennen und er erläutert uns seine Verbindungen zum Dorf in dem sich das spätere Drama abspielen wird.

Quelle des Buches http://gutenberg.spiegel.de/buch/aquis-submersus-3489/1
Angaben zum Kapitel beziehen sich auf die Einteilung des Textes über gutenberg.spiegel

Freitag, 6. Mai 2016

Kapitel 3 Aquis Submersus

Inhalt

Der Erzähler geht auf der Waldstraße entlang. Er verabschiedet sich von Katharina und diese weint bitterliche Tränen. Sie gibt ihm zum Abschied was mit.

Es vergehen fünf Jahre bis der Erzähler zurück kehrt. Er sucht alles wieder zu finden und gelangt auf das Gut. Die Hunde rennen auf ihn zu und er begrüßt seinen Bekannten, den alten Diedrich. Die Hunde sollen die Bewohner vor den Horden von Menschen schützen, die auf der Suche nach einer Unterkunft und  Geld durch die Gegend streifen. Es sind viele dieser Leute unterwegs.

Johannes sucht Katharina und will zu seinem alten Gönner, Herr Gerhardus, doch der alte Diedrich erklärt, dass dieser gestorben sei und man ihn nun nur noch in der Kapelle des Hofes besuchen kann. Dort liegt Gerhardus tot aufgebarrt.

Auf dem Weg zur Kapelle trifft Johannes Junker Wulf und Katharina. Dieser empfängt ihn eher kühl und reicht ihm nicht einmal seine Hand zur Begrüßung. Jedoch erteilt Wulf ihm den Auftrag seine Schwester zu Malen. Es ist ja so üblich, dass die adeligen Frauen dann gemalt werden, wenn sie das Haus wegen Heirat verlassen. Man wechselt noch ein paar Worte über die Hunde, die Bemerkung von Johannes, dass Junker Wulf seine Hunde besser erziehen möge, weißt dieser zurück. Der Junker Wulf nimmt eine drohende Haltung Johannes gegenüber ein. 
Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus

Interpretation

In diesem Kapitel zeigt Storm wie sehr sich die Welt durch den Krieg verändert hat. Die Menschen sind nun nicht mehr sicher und überall stromern Leute umher und es lauern Gefahren. Doch er lässt Johannes sich diese Gefahren aufbürden, um seinem alten Gönner noch einmal zu begegnen. Hiermit zeigt Storm, dass es Johannes nicht an Tapferkeit und Mut fehlt. Auch dem kühlen Verhalten von Junker Wulf begegnet die Hauptfigur mit einer gewissen Überlegenheit und Stärke. Obwohl dieser ihm nicht die Hand gibt und ihn sehr kühl begrüßt, hat Johannes noch den Mut ihn auf seine unerzogenen Hunde hin zu weisen. 

Donnerstag, 5. Mai 2016

Kapitel 4 Aquis Submersus

Inhaltsangabe

Johannes folgt Katharina ins Haus, sie gehen in das alte Zimmer des Herrn Gerhardus. Sie unterhalten sich und Katharina wirkt sehr bedrückt und niedergeschlagen. Im Haus treffen sie auf Bars Ursel, diese fragt Johannes, ob ihm bewusst sei, dass in diesem Haus getrauert werde. Johannes verneint dies aber bekundet nun rücksichtsvoll zu sein.

Katharina möchte sich nun ausruhen und Johannes  will in seine Kammer gehen. Diese ist "ober dem Hofthor". Nach einer Rast spricht er am Abend mit seinem Vertrauten, dem alten Diedrich. Dieser bedauert, dass Johannes so eine niedrige Herkunft hat. Er wünschte Johannes hätte auch ein Wappen, "so wie der Risch da drüben!". Johannes fragt ihn nach dem Junker von der Risch aus. Diedrich erzählt, dass er zu denen gehört, die im Kieler Umschlag die Bürger erschossen haben und dass der Junker Pistolen habe.  Doch er findet, dass er selbst ein höriger Mann sei, dem keine eigene Meinung zusteht.

Die Magd bringt Kleidung aus der Stadt und Johannes nutzt die Zeit um sich mit der Kunst zu befassen. Er malt Bilder und schaut sich Gemälde an. Er denkt auch viel über Katharina nach und arbeitet im stillen Saal vor sich hin.

Während er sich umsieht trifft er auf ein Bild von Edelfauen, eine Dame ist ungefähr 40 Jahre alt und hat kleine graue und stechende Augen. Sie fällt ihm auf und er hat das Gefühl er müsse Katharina und die Nachgeborenen vor ihr schützen.

Anschließend gibt es ein Mittagessen mit den Leuten: Katharina, Junker Wulf, Bas´Ursel und er. Es wäre ohne Ursel ein sehr stummes Essen gewesen, denn nur sie spricht. Zwischen dem Bruder Wulf und Katharina, seiner Schwester, herrscht eisige Stimmung.

Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus

Es findet die Beerdigung des Herrn Gerhardus statt, diese findet in der Dorfkirche statt. Der Hausherr wird bei seinen Ahnen beigesetzt. Die Leute der umliegenden Güter finden sich ein, jedoch sind kaum Angehörige anwesend. Der Junker war der letzte seines Stammes. Nach der Zeremonie gehen alle zügig wieder.

Interpretation

In diesem Kapitel werden Standesunterschiede thematisiert. Der Maler Johannes, der sicher gerne Katharina zu seiner Frau nehmen würde, ist von so einer Eheschließung ausgeschlossen, da es ihm an gesellschaftlichem Rang fehlt. Hingegen kommt sein alter Widersacher, der Junker von der Risch, sehr nah an Katharina heran, da er ein eigenes Wappen hat.

Der alte Diedrich ist ein kritischer und reflektierter Mann, der die Hochgesellschaft analysiert. Er übt zwar Kritik und macht auch Anmerkungen zur politischen Ausrichtung der Hofbewohner, so kritisiert er die Haltung von von der Risch, jedoch merkt er an, dass er eigentlich nicht urteilen darf, da er abhängig also hörig ist.

In diesem Kapitel merkt man deutlich wie unheimlich und mystisch die Atmosphäre in der gesamten Novelle ist. Dies kommt auch zu Stande, indem man die Gemälde kunstvoll mit einzieht. Diese schüren die dunkle und unheimliche Stimmung, die sich nun immer mehr breit macht.

Es ist auch spürbar, dass Johannes und Katharina eine spezielle Verbindung zueinander haben. Diese kann jedoch traurigerweise nicht gelebt werden. Bereits hier ahnt man, dass die Liebe an den Standesunterschieden scheitert. 

Dienstag, 3. Mai 2016

Kapitel 6 Aquis Submersus

Inhaltsangabe

Am nächsten Tag, also am Montag, tritt Johannes seine Reise an. Erst am Abend gelangt Johannes nach Hamburg, hier findet er schon den Schnitzer vor, welcher den Bilderrahmen schnitzen soll. Dieser verspricht ihm die Rahmen zu senden, nachdem Johannes die Bestellung aufgegeben hat.

Es folgt ein Bericht über Störtebecker, den berühmten Seeräuber.

Schließlich reist Johannes wieder ab und fährt wie mit Katharina vereinbart nach Preetz, wo er zum Stift der ehrwürdigen Damen geht. Diese ähnelt dem Herrn Gehardus hat aber ein strengeres Aussehen. Er überreicht ihr das Schreiben von Katharina und bekommt einen Brief den er als Antwort an Katharina mit zurück nehmen soll. Dann begibt sich der Maler auf den Rückweg zum Hof von Junker Wulf und Katharina.

Königs Erläuterung-en und Materialien: Aquis submersus



In einer warmen Julinacht erreicht er das Dorf und will dort noch einen Handwagen organisieren, wegen des Paketes aus Hamburg. Als er Richtung Haus geht kommt er an Ottens Krug an und geht hinein. Dieser ist voll von Leuten   auch Junker von der Risch ist dort mit einer derben Dirne.

Junker Wulf ermahnt den Junker von der Risch die Finger von den Dirnen zu lasen. Er fordert den Maler auf ihn von seiner schönen Braut zu erzählen. Johannes lässt sich aber nicht provozieren und lässt sich auch nicht auf einen Streit ein, als der Junker meint der Maler kenne die Schöne in und auswendig.

Junker Kurt wird eifersüchtig doch man erzählt der Rahmen sein schon in Hamburg bestellt für das Bild. Es kommt zur Sprache, dass ein Reiterknecht den Maler im Stift bei Preetz gesehen haben soll und der Botengang von Johannes kommt ans Tageslicht. Der Maler muss die Flucht ergreifen, da ihm sonst Gefahr für Leib und Leben droht.

Interpretation

Die Lage spitzt sich nun zu und die Junker Wulf und der Junker von der Risch zeigen ihr wahres Gesicht. Die Bedrohung für die beiden Liebenden tritt nun deutlich zu Tage. Der Spannungsbogen baut sich immer weiter auf und die Geschichte erreicht einen ersten dramatischen Hochpunkt. Bereits hier kann man als Leser erkennen, dass es kaum eine Chance für die Liebenden gibt, diese Geschichte noch zum Guten zu wenden. 

Montag, 2. Mai 2016

Kapitel 7 Aquis Submersus

Inhaltsverzeichnis

Johannes hält sich nun in der Nähe des Gutshofes auf und versteckt sich. Er fürchtet die frei umherlaufenden Hunde, die den Hof bewachen. Diese nehmen seine Witterung auf, als er sich dem Hof nähert, sie machen sich durch das Unterholz auf den Weg zu ihn, als sie seine Witterung aufnehmen. Er denkt an sein Gespräch mit Herrn Gerhardhus und fühlt sich gejagd und gehetzt.

Als er auf den Hof zuläuft hört er Katharina nach ihn rufen. Sie schaut aus dem Fenster und zieht ihn in ihre Kammer, um ihn vor den herannahenden, wilden Hunden zu schützen. Er gibt ihr den Brief der Dame, berichtet von den Ereignissen im Krug und warnt, dass ihr Vorhaben aufgeflogen sei.


Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus

Sie verabreden sich für den nächsten Tag und planen ihre Flucht nach Holland. Hier wollen sie leben, wenn Johannes es zu etwas gebracht hat. Ihm ist bewusst, dass er ihr noch nicht als Ehemann genügen kann, da er nicht adelig ist und keinen hohen Rang hat. Sie hören beim Verabschieden den Junker herannahen.

Am nächsten Morgen, der Morgen dämmert schon, bricht er auf.

Ihm erscheint die Ahnin.


Interpretation / Anmerkungen.

In diesem Teil von Aquis submersus geht die Liebe zwischen den beiden Hauptpersonen unwiederbringlich verloren. Nachdem sie sich noch einmal voneinander verabschieden konnten endet der Teil der Novelle, in der es noch eine Romanze gab und die einsame Zeit des Maler Johannes bricht an.

Mit dem Ende des Kapitels, wo Storm schon deutlich ahnen lässt, dass die Geschichte kein Gutes Ende nimmt, hat der Höhepunkt bzw. der Wendepunkt begonnen: Ab hier ist Nichts mehr wie zuvor.

Quelle
 http://gutenberg.spiegel.de/buch/aquis-submersus-3489/7

Sonntag, 1. Mai 2016

Kapitel 8 Aquis Submersus

Inhaltsangabe
Er geht noch einmal in Ottens Kurg, dieser fragt ihn nach dem Vorfall mit den Junkern. Der Wirt warnt ihn auch noch einmal vor der Gewalt der Junker.

Johannes schreitet über den Hügel und schaut sich das Herrenhaus an, da er weiß, dass er dieses lange nicht mehr sehen wird.

Er trifft noch einmal auf den alten Diedrich, der sehr aufgebracht ist. Er will weiteres Unglück verhindern und erklärt Johannes, dass er den Junker mit der Anstandsdame Bas Ursel sprechen sah, zudem hätte der Junker ihn auch noch nach Johannes gefragt.

Johannes will nun mit dem Junker reden und geht zu ihm. Dort hält er um Katharinas Hand an. Der lacht ihn aus und verübt einen Mordversuch auf ihn. Als Johannes wieder zu sich kommt ist er Holland.


Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus            


Interpretation  
Mit diesem Kapitel endet die idyllische Zeit auf dem Herrensitz. Man merkt in diesem Abschnitt sehr deutlich wie mutig der Maler ist, denn er hält um die Hand von Katharina an, obwohl er weiß, dass der Junker nicht gut auf ihn zu sprechen ist und noch dazu sehr gewalttätig ist.

Als Leser weiß man bereits, dass es ab jetzt nur noch bergab mit dem Paar gehen kann, da die Liebenden ab hier immer weiter auseinander driften, auch räumlich.

Quelle

http://gutenberg.spiegel.de/buch/aquis-submersus-3489/8