Donnerstag, 5. Mai 2016

Kapitel 4 Aquis Submersus

Inhaltsangabe

Johannes folgt Katharina ins Haus, sie gehen in das alte Zimmer des Herrn Gerhardus. Sie unterhalten sich und Katharina wirkt sehr bedrückt und niedergeschlagen. Im Haus treffen sie auf Bars Ursel, diese fragt Johannes, ob ihm bewusst sei, dass in diesem Haus getrauert werde. Johannes verneint dies aber bekundet nun rücksichtsvoll zu sein.

Katharina möchte sich nun ausruhen und Johannes  will in seine Kammer gehen. Diese ist "ober dem Hofthor". Nach einer Rast spricht er am Abend mit seinem Vertrauten, dem alten Diedrich. Dieser bedauert, dass Johannes so eine niedrige Herkunft hat. Er wünschte Johannes hätte auch ein Wappen, "so wie der Risch da drüben!". Johannes fragt ihn nach dem Junker von der Risch aus. Diedrich erzählt, dass er zu denen gehört, die im Kieler Umschlag die Bürger erschossen haben und dass der Junker Pistolen habe.  Doch er findet, dass er selbst ein höriger Mann sei, dem keine eigene Meinung zusteht.

Die Magd bringt Kleidung aus der Stadt und Johannes nutzt die Zeit um sich mit der Kunst zu befassen. Er malt Bilder und schaut sich Gemälde an. Er denkt auch viel über Katharina nach und arbeitet im stillen Saal vor sich hin.

Während er sich umsieht trifft er auf ein Bild von Edelfauen, eine Dame ist ungefähr 40 Jahre alt und hat kleine graue und stechende Augen. Sie fällt ihm auf und er hat das Gefühl er müsse Katharina und die Nachgeborenen vor ihr schützen.

Anschließend gibt es ein Mittagessen mit den Leuten: Katharina, Junker Wulf, Bas´Ursel und er. Es wäre ohne Ursel ein sehr stummes Essen gewesen, denn nur sie spricht. Zwischen dem Bruder Wulf und Katharina, seiner Schwester, herrscht eisige Stimmung.

Königs Erläuterungen und Materialien: Aquis submersus

Es findet die Beerdigung des Herrn Gerhardus statt, diese findet in der Dorfkirche statt. Der Hausherr wird bei seinen Ahnen beigesetzt. Die Leute der umliegenden Güter finden sich ein, jedoch sind kaum Angehörige anwesend. Der Junker war der letzte seines Stammes. Nach der Zeremonie gehen alle zügig wieder.

Interpretation

In diesem Kapitel werden Standesunterschiede thematisiert. Der Maler Johannes, der sicher gerne Katharina zu seiner Frau nehmen würde, ist von so einer Eheschließung ausgeschlossen, da es ihm an gesellschaftlichem Rang fehlt. Hingegen kommt sein alter Widersacher, der Junker von der Risch, sehr nah an Katharina heran, da er ein eigenes Wappen hat.

Der alte Diedrich ist ein kritischer und reflektierter Mann, der die Hochgesellschaft analysiert. Er übt zwar Kritik und macht auch Anmerkungen zur politischen Ausrichtung der Hofbewohner, so kritisiert er die Haltung von von der Risch, jedoch merkt er an, dass er eigentlich nicht urteilen darf, da er abhängig also hörig ist.

In diesem Kapitel merkt man deutlich wie unheimlich und mystisch die Atmosphäre in der gesamten Novelle ist. Dies kommt auch zu Stande, indem man die Gemälde kunstvoll mit einzieht. Diese schüren die dunkle und unheimliche Stimmung, die sich nun immer mehr breit macht.

Es ist auch spürbar, dass Johannes und Katharina eine spezielle Verbindung zueinander haben. Diese kann jedoch traurigerweise nicht gelebt werden. Bereits hier ahnt man, dass die Liebe an den Standesunterschieden scheitert. 

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